Inspirations-Artikel

Was ist deine Lebensaufgabe?

Wenn du dich selbst in einen größeren Kontext setzt, hast du mehr Möglichkeiten

Vielleicht hast du dieses Bild schon mal gesehen:

In diesem Bild geht um Bestimmung/Berufung und in diesem Bild ist dein Beruf – also der Beruf, den du mal gelernt hast und gerade vielleicht ausübst – nur eine Facette von etwas viel Größerem, nämlich deiner ursprünglichen und individuellen Lebensaufgabe. Siehst du den roten Punkt in der Mitte, wo alle Facetten zusammenkommen? Dahinter versteckt sich der Grund, der Sinn warum du gerade jetzt auf diesem schönen Planeten namens Erde weilst. Das womit du diese Welt ein Stück schöner oder besser machst – deine Bestimmung. Das, was du dieser Welt zur Verfügung stellst, einfach dadurch dass du auf der Welt bist – unabhängig davon, was du vielleicht als Beruf gelernt hast.

Die Kultur in der wir leben, will uns allerdings genau auf diese eine kleine Facette beschränken: auf unseren Beruf. Wenn du dich jemand anderem vorstellst und gefragt wirst, was du beruflich machst, was sagst du dann in der Regel? „Hallo, mein Name ist Maria und ich bin Verwaltungsfachangestellte“ oder „Hallo, ich heiße Hans Müller und bin Arzt“. Wir werden von klein auf dazu erzogen, einen guten Beruf zu finden. Und wir identifizieren uns dann mit unserem Beruf und schränken uns und unsere Möglichkeiten damit enorm ein, ohne es zu merken.

Das Ziel unserer langjährigen Ausbildung ist es, jemand bzw. etwas zu werden. Und dann irgendwann, wenn du fleißig warst und Glück hattest, bekommst du ein Zertifikat und eine Erlaubnis, dies oder jenes zu sein. Jetzt bist du jemand – fertig und ausgelernt. Und mit dem Beruf ist dann auch vieles festgelegt, z.B. dein Status in der Gesellschaft, denn es gibt angesehene Berufe und weniger angesehene Berufe. Wenn du Arzt bist dann gehörst du zum Berufsstand der Ärzte. Dann hast du dich gemäß der bekannten „Arzt-Box“ zu verhalten. Die „Arzt-Box“ ist genau beschrieben. Du hast wie ein Arzt zu denken. Du hast wie ein Arzt zu handeln. Du bist beschränkt auf das, was ein Arzt tun kann oder nicht tun kann. Dein Beruf legt oft ebenfalls fest wie und wo du arbeiten kannst und was du verdienst.

Es gilt die Gleichung: Beruf = Status + Geld = Überleben

In dem Bild ist der Beruf die Schnittmenge aus „Du bist gut darin“ und „Du wirst dafür bezahlt“. Und genau das sind die zwei Dinge, worum sich in unserer modernen Gesellschaft alles dreht: Status und Geld. Du könntest auch sagen: Anerkennung und Sicherheit – hört sich vielleicht auf den ersten Blick etwas besser an, sind aber einfach nur andere Worte für dieselbe Sache. Es geht dabei immer um eines, ums ÜBERLEBEN! Unsere gesamte Arbeitswelt ist auf ÜBERLEBEN ausgerichtet und wir werden dazu erzogen, brav mitzuspielen – auch wenn dies bedeutet, dass

  • du deine Bestimmung von dir weisen musst,
  • du dich von deiner inneren Wahrheit entfernen musst,
  • Arbeit und Leben getrennt voneinander stattfinden müssen,
  • und dieser wunderbare Planet, auf dem wir leben, Stück für Stück zugrunde geht.

Unser kapitalistisches Wirtschafts- und Arbeitssystem funktioniert ganz einfach. Profitorientierte Unternehmen ziehen einen Vorteil daraus, dass wir zu sicherheitsorientierten Berufstätigen erzogen werden. Sie bieten den unterschiedlichen Berufsgruppen „sichere“ Arbeitsplätze an – allerdings unter der Bedingung, dass du als Arbeitnehmer den Anweisungen des Arbeitgebers folgst. Ein Spiel auf scheinbarer Gegenseitigkeit – die herrschende Elite macht immer mehr Profit, die arbeitende Normalbevölkerung bekommt vermeintliche Sicherheit. Mit Berufung oder Bestimmung hat das leider nichts tu tun.

Berufung ist nicht das, was du tust, sondern was du bist

Wenn ich meinen Klienten sage, dass sie ihre Berufung mit hoher Wahrscheinlichkeit schon leben, es ihnen aber nicht bewusst ist, sind sie immer ganz erstaunt und können es kaum glauben. Aber genauso ist es: deine Bestimmung wirkt schon, seitdem du auf der Welt bist, denn sie ist mit deinem SEIN verbunden. Sie wirkt durch dich hindurch, auch wenn du dafür kein Geld nimmst. Die große Herausforderung ist es also herauszufinden, wer du bist und was du dieser Welt zur Verfügung stellst, ohne es zu merken.

Beruf und Bestimmung unterscheiden sich grundsätzlich:

Beruf Berufung/Bestimmung
Was du tust, deine Tätigkeit Was du bist, dein SEIN
Erworbene Fähigkeiten Vorhandene Talente, Qualitäten
Entsprechend gesellschaftlicher Vorgaben, bekannte „Jobbeschreibung“ Individuell, nicht linear – keine „Jobbeschreibung“ vorhanden
Bekannt, im anerkannten Berufsverzeichnis enthalten Archetypisch, überpersönlich
Mit Status verbunden, gesellschaftliche Akzeptanz Frei von Status
Orientiert sich an dem, was die vorherrschende Arbeitswelt braucht Unabhängig von der vorherrschenden Arbeitswelt – orientiert an dem, was die Welt braucht
Gefahr der „Arbeitslosigkeit“ „Arbeitslosigkeit“ ist nicht möglich
Trennung von Arbeit und Leben „Arbeit“ (i.S.v. Mühsal, Plage) existiert nicht; es ist alles Leben
Dient dem „Broterwerb“, Geld verdienen, überleben, sicherheitsgetrieben Dient etwas Größerem, der Gemeinschaft, sinngetrieben
Benötigt Prüfung, Zertifikat, Erlaubnis einer Autorität Geburtsrecht (bzw. Geburtspflicht?)
Linearer Lebenslauf Nicht-linearer Lebenslauf, Sprünge und Wechsel im Tätigkeitsbereich sind normal

Ich hatte in meiner Vergangenheit schon unterschiedlichste Berufe. Ich habe eine ganze Schublade voller Zertifikate und Erlaubnisschreiben von sogenannten Autoritäten. Ich war Produktmanagerin in der Reisebranche. Ich war Heilpraktikerin in eigener Praxis. Ich war Vorstand einer Akademie. Und derzeit arbeite ich als Trainerin, Coach, Beraterin, Bloggerin und Autorin. Dabei handelt es sich aber nicht um meine Bestimmung oder Berufung. Das sind lediglich die Ausdrucksformen, die ich bisher gewählt habe, um meine Berufung zu leben. Im gewöhnlichen Arbeitsleben würde mein Lebenslauf wahrscheinlich als zu wenig geradlinig eingestuft werden. Als ich aber herausgefunden habe, was meine Bestimmung ist, wurde mir klar, dass ich bis heute immer dasselbe getan habe, egal ob als Produktmanagerin, Heilpraktikerin oder Trainerin.

Das, was ich bin bzw. was meine Bestimmung ist, ist nämlich viel größer und allgemeingültiger und beschränkt sich nicht auf einen bestimmten Beruf. Du willst wissen, was meine Bestimmung ist? Ich bin eine evolutionäre Krustensprengerin, die Lebendigkeit in die Welt bringt. Das ist das, was ich bin und was ich in diese Welt bringe, egal welche Ausdrucksform ich dafür wähle.

Du wirst gebraucht in der Welt

Und du? Was bist du für eine/einer? Ich meine nicht deinen Beruf – denn das ist nur eine mögliche Ausdrucksform dessen, was du bist. Hörst du?! Es ist lediglich eine kleine mickrige Möglichkeit!! Wenn du herausfindest, wer bzw. was du bist, dann setzt du dich automatisch in einen größeren Kontext. In den Kontext von Bestimmung, denn dein Hiersein hat wahrscheinlich einen Sinn, eine Absicht, eine Intention. Das Leben und die Evolution verschwenden in der Regel keine Ressourcen. Warum also sollten sie deine Qualitäten verschwenden?

Vielleicht bist du ja ein

  • Muster-Brecher
  • Brücken-Bauer
  • Evolutions-Architekt
  • Weg-Bereiter
  • Frieden-Stifter
  • Kultur-Ingenieur
  • Wirtschafts- und Gemeinschafts-Innovator
  • Klarheit-Schaffer
  • Initiations- und Transformations-Begleiter
  • Wahrheit-Sprecher
  • Lebens-Anwalt
  • Wunden-Heiler
  • Tragfähigkeits-Erfinder
  • ???

Ich behaupte nicht, dass es so ist – aber es könnte so sein. Das schöne ist, wenn du diese Möglichkeit in Betracht ziehst und diese Neuorientierung vornimmst, dann entstehen dadurch automatisch jede Menge von Optionen, die du nutzen kannst, um deine individuelle und persönliche Lebensaufgabe zu leben. Du bist nicht mehr beschränkt auf diese eine kleine, mickrige Möglichkeit in Form des Berufs, den du irgendwann einmal gelernt hast. Natürlich kann dein jetziger Beruf weiterhin deine liebste Ausdrucksform bleiben – aber er wird eben zur Ausdrucksform von etwas Größerem, deiner Bestimmung. Dann bist du nicht mehr der Mitarbeiter der XY GmbH oder der Chef deiner eigenen Firma, sondern ein Teil des Teams von GAIA, dem lebendigen Planeten Erde. Und du bist frei, jederzeit eine andere Ausdrucksform zu wählen.

Im Possibility Management nennen wir das deine Archetypische Herkunft – die archetypische Bezeichnung für das, was du dieser Welt zur Verfügung stellst. Bist du bereit, dich in den Dienst von etwas Größerem zu stellen, als deinem bloßen Überleben oder einem Unternehmen, das nur darauf aus ist, noch mehr Profit zu machen? Dann werde Teil des Teams von Planet Erde!

Herzlichst,
deine Patrizia

Eine Möglichkeit gemeinsam zu Forschen wie du dich in einen größeren Kontext setzen kannst, gibt es Ende Mai. Sei dabei bei der ersten „Gaia sucht Mitarbeiter – UnConference“ in Süddeutschland.

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